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Çermik

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Veröffentlicht: 13. Juni 2026

Çermik ist eine administrative Einheit, die in der osmanischen Zeit in der Region Diyarbekir lag; in den Quellen wird sie mal als Nahiye, mal als Kaza zusammen mit Orten wie Amid (Diyarbekir), Mardin, Ruha, Siverek, Ergani erwähnt.

Die osmanischen Tahrir-Defter verzeichnen Çermik innerhalb der administrativen Gliederung des Eyâlets Diyarbekir. Während die zu Diyarbekir gehörenden Liwas aufgezählt werden, werden Amid, Mardin, Birecik, Ruha, Çermik, Ergani, Harput, Arabgir, Kiğı und Çemişgezek zusammen erwähnt; im betreffenden Defter wurden die Einnahmen und Steuerposten der zu diesen Einheiten gehörenden Dörfer erfasst (Band 3, S. 21). Çermik wird außerdem im Kontext der Nahiye Sekeran von Çapakçur auch als Nahiye unter den in den Tahrir-Aufzeichnungen der Region genannten administrativen Einheiten erwähnt (Band 3, S. 22).

In einem Ruus-Defter-Eintrag, der die dem Vilayet Diyarbekir unterstellten Sandschaks auflistet (A. RSK.d, Defter Nr. 1452), wird unter der Überschrift "Elviye-i Tabi-i vilayeti Diyarbekir" auch Çermik zusammen mit Amid, Ergani, Ruha, Siverek, Tercil und anderen gezählt (Band 3, S. 48). Diese Aufzeichnungen zeigen, dass Çermik eine Einheit ist, die in die formelle administrative Struktur von Diyarbekir integriert ist.

In der Spätzeit des Osmanischen Reiches erscheint Çermik in der administrativen Gliederung, die sich in den Vilayet-Salnameler widerspiegelt, als eine Kaza, die dem Sandschak Ergani (Ergani Madeni) unterstellt ist; sie wird zusammen mit Palu und Siverek zu den Kazas dieses Sandschaks gezählt (Band 4, S. 119). In den Statistiken des Vilayets Diyarbekir ist die Kaza Çermik dem Sandschak Ergani Madeni unterstellt und wurde mit etwa 119 Dörfern verzeichnet (Band 4, S. 127). Unter den Siedlungseinheiten der Kaza werden zusammen mit Çermik selbst Orte wie Redtaf, Konaği, Mediye, Mansuran und Çüngüş aufgeführt (Band 4, S. 159). Die Kaza Çermik nimmt auch als eine der eigenständigen Überschriften der Vilayet-Salnameler von Diyarbekir dieser Zeit ihren Platz ein (Band 4, S. 256).

Quellen

  • Kürt Tarihinin Kaynakları, Band 3: OSMANLI ARŞİV BELGELERİ

    Autoren: Hakî Kaya, Uğur Bayraktar, Şeyhmus Bingül, Hüseyin Siyabend Aytemur, Sinan Hakan

    Seiten: 21, 22, 48

  • Kürt Tarihinin Kaynakları, Band 4: OSMANLI MATBUATI VE SÜRELİ YAYINLAR (2022)

    Autoren: Yasemin Aygün, Şeyhmus Bingül, Maşallah Bingöl

    Seiten: 119, 127, 159, 256

Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.

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Dieser Artikel wurde aus Fragen an unser Archiv zusammengestellt und von einem Fachakademiker geprüft und freigegeben. Alle Angaben sind mit Band und Seite belegt.

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