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Çermik
Çermik ist eine Verwaltungseinheit, die in der osmanischen Zeit in der Region Diyarbekir lag; in den Quellen wird sie mal als Nahiye, mal als Kaza zusammen mit Orten wie Amid (Diyarbekir), Mardin, Ruha, Siverek, Ergani erwähnt.
Tahrir-Aufzeichnungen
Die osmanischen Tahrir-Defter verzeichnen Çermik innerhalb der administrativen Gliederung des Eyalet Diyarbekir. Bei der Aufzählung der zu Diyarbekir gehörenden Livas werden Amid, Mardin, Birecik, Ruha, Çermik, Ergani, Harput, Arabgir, Kiğı und Çemişgezek gemeinsam genannt; im entsprechenden Defter wurden die Erträge und Steuerposten der zu diesen Einheiten gehörenden Dörfer erfasst (). Çermik wird auch im Kontext der Nahiye Sekeran von Çapakçur als Nahiye unter den in den Tahrir-Aufzeichnungen der Region genannten Verwaltungseinheiten erwähnt ().
Verwaltungsstruktur von Diyarbekir
In einem Ruus-Defter-Eintrag (A. RSK.d, 1452 numaralı defter), der die zu Diyarbekir Vilayet gehörenden Sandschaks auflistet, wird unter der Überschrift "Elviye-i Tabi-i vilayeti Diyarbekir" auch Çermik zusammen mit Amid, Ergani, Ruha, Siverek, Tercil und anderen genannt (). Diese Aufzeichnungen zeigen, dass Çermik eine Einheit war, die in die formelle Verwaltungsstruktur von Diyarbekir integriert war.
Kaza Çermik in den Salnames
In der späten osmanischen Zeit, in der administrativen Gliederung, die sich in den Vilayet-Salnames widerspiegelt, erscheint Çermik als eine Kaza, die dem Sandschak Ergani (Ergani Madeni) unterstellt ist; sie wird zusammen mit Palu und Siverek zu den Kazas dieses Sandschaks gezählt (). In den Statistiken des Vilayet Diyarbekir ist die Kaza Çermik dem Sandschak Ergani Madeni unterstellt und mit etwa 119 Dörfern verzeichnet (). Unter den Siedlungseinheiten der Kaza werden neben Çermik selbst Orte wie Redtaf, Konaği, Mediye, Mansuran und Çüngüş aufgeführt (). Die Kaza Çermik ist auch als einer der eigenständigen Titel in den Vilayet-Salnames von Diyarbekir dieser Zeit enthalten ().
Quellen
Band 3: Weqfa Ban — Cilt 3 (2023)
Autoren: Hakî Kaya, Uğur Bayraktar, Şeyhmus Bingül, Hüseyin Siyabend Aytemur, Sinan Hakan
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Band 4: Weqfa Ban — Cilt 4 (2022)
Autoren: Yasemin Aygün, Şeyhmus Bingül, Maşallah Bingöl
Seiten: , , ,
Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
Verwandte Einträge
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