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Ammianus Marcellinus
Andere Namen: Ammianus
Ammianus Marcellinus ist ein Historiker, der im 4. Jahrhundert n. Chr. lebte und persönlich Zeuge der Feldzüge Roms gegen das Sasanidenreich war. Sein Werk ist eine wichtige Primärquelle für die antike Geschichte der Region, da es den Sasaniden-Römer-Konflikt seiner Zeit und das obere Tigrisbecken, das Schauplatz dieses Konflikts war, aus erster Hand schildert.
Die Region und ihre lokalen Völker
Da Ammianus Marcellinus persönlich an den Feldzügen Roms gegen die Perser teilnahm, lieferte er wichtige Informationen über die von ihm erwähnten geografischen Regionen und deren Bewohner (Band 1, S. 49). Wenn er den Sasaniden-Römer-Konflikt im 4. Jahrhundert erwähnt, nennt er lokale Gemeinschaften wie das Volk der Zap, die in der Region lebten; solche Quellen werden in Diskussionen über die lokalen Völker der Region sorgfältig bewertet, da sie manchmal Informationen über Stämme, die in derselben Geografie in der Antike lebten, von ihren religiösen Überzeugungen bis zu ihren täglichen Praktiken liefern, ohne den Stammesnamen zu nennen (Band 1, S. 19).
Die Region Corduene
Eine der zentralen Regionen in der Darstellung des Historikers ist Corduene/Corduenae. Ammianus, der den Krieg zwischen dem Sasaniden-Schahanschah II. Şapur und der römischen Armee detailliert beschreibt und die Region Corduene persönlich besuchte, erwähnt, dass die Bevölkerung der Region persischer Herrschaft unterstand und von einem Satrapen namens Iovinianus regiert wurde, der mit Rom sympathisierte; er berichtet auch, dass er durch steile Berge reiste, um den Satrapen von Corduene zu treffen (18.6.20) (Band 1, S. 49). Des Weiteren spricht er entlang des Tigris, wahrscheinlich in dem Gebiet, das sich von Corduene nach Süden, also nach Mesopotamien, erstreckt, von verschiedenen Tierpopulationen (24.8.4-5) (Band 1, S. 49).
Einfluss auf spätere Quellen
Die von Ammianus erwähnten Ortsnamen und Festungen wurden auch in späteren Quellen wiederholt. So erwähnt Zosimus, der den Friedensvertrag zwischen dem römischen Kaiser Jovian, der nach dem Tod Kaiser Julians den Thron bestieg, und II. Şapur beschreibt, in seinem eigenen Werk auch die Festungen, die zuvor von Ammianus Marcellinus genannt wurden; gemäß diesem Vertrag musste Rom die Regionen Zabdicena, Carduena, Rhemena und Zelena sowie 15 Festungen in diesen Regionen den Persern überlassen (Band 1, S. 37).
Feldzüge und Leben
Die Römer, die auf verschiedene Weisen mit Corduene in Kontakt standen, verloren schließlich im Jahr 363 n. Chr. ihre Herrschaft über diese Region, als sie von den Persern besiegt wurden (Band 1, S. 49). Im Kontext der östlichen Feldzüge, an denen auch Ammianus Marcellinus teilnahm, wird berichtet, dass der Historiker bis zum Jahr 357 in Gallien war und anschließend aufgrund der Sasaniden-Römer-Kriege in den Osten entsandt wurde (Band 1, S. 48).
Quellen
Band 1: Weqfa Ban — Cilt 1 (2023)
Autoren: Muhammet Yücel, Abdurrahman Acar, Nevzat Keleş, Hakan Can, Yusuf Baluken, Bedrettin Basuğuy
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Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
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