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Malatya
Malatya, an der Westgrenze des von Kurden bewohnten Gebiets gelegen, ist ein Zentrum, das in historischen Quellen sowohl in der geografischen Literatur der islamischen Periode als auch in osmanischen Archivaufzeichnungen häufig erwähnt wird. Klassische Quellen bezeichnen es als eine der Randregionen, in die sich die kurdische Bevölkerung nach Westen erstreckte.
In Quellen der islamischen Periode
In geografischen und Reisequellen der islamischen Periode ist die Beziehung der Region zu kurdischen Stämmen verzeichnet: Der von El-Umerî erwähnte Stamm der Hesnaniyye wird in diesen Quellen genannt (Band 2, S. 40).
Eines der deutlichsten Spuren der Stadt in der kurdischen Geschichte sind die Namen der Festungen. İbn Şeddad erwähnt zusätzlich zu Hısn'ül-Ekrad (Kurdenburg) eine Festung namens "Kaletu el-Ekrad" (Kurdenburg) in Malatya (Band 2, S. 75). Ebenso spricht Ez-Zahirî von Orten wie der Kurdenburg und der Kurdenfestung in Malatya, die den Kurden zugeschrieben werden (Band 2, S. 45). Bağdadî wiederum erwähnt bei der Aufzählung der zu Diyar-ı Bekr gehörenden Festungen die zwischen Amed und Malatya gelegene Festung Şamşeka (Band 2, S. 113).
Osmanische Tahrir-Register
In der osmanischen Periode wurde Malatya in den Tahrir-Registern als eine der Regionen verzeichnet, in denen Kurden intensiv lebten. Für die Region Malatya und Adıyaman wurden sowohl mufassal als auch icmal defterleri geführt; das Malatya Mufassal Tahrir Defteri vom 967/1560 wurde erstellt; außerdem gehört das Harput icmal defteri Nr. 264 zu den Aufzeichnungen der Region (Band 3, S. 22). In diesem Register besteht Malatya zusammen mit dem Kaza Gerger aus insgesamt 18 Nahiyen wie Şehir, Kasaba, Arguvan, Akçadağ, Karahisar, Kâhta, Behisni, Keysun, Gölbaşı, Erkenek; das icmal defteri Nr. 307 vom gleichen Datum ist ebenfalls registriert (Band 3, S. 23).
19. Jahrhundert und Archivdokumente
Im 19. Jahrhundert wurde Malatya zusammen mit Arapgir in die Tanzimat-Reformen einbezogen, und es wurde möglich, die Mitglieder der ersten in der Region gegründeten Verwaltungsräte aus den Aufzeichnungen dieser Periode zu ermitteln (Band 3, S. 59). Gegen Ende des Jahrhunderts war die Stadt auch Schauplatz wichtiger Ereignisse der kurdischen Geschichte: Archivdokumente enthalten Erläuterungen zur Angelegenheit von Ali Galip Bey, Binbaşı Noel und dem Mutasarrıf von Malatya, Halil Bedirhan (Band 3, S. 134). In Telegrammen aus dem Jahr 1919 meldeten der Bürgermeister von Malatya und der Verwaltungsrat ihre Reaktionen auf die Bildung eines Armeniens in der Region (Band 3, S. 140); außerdem sandten der Bürgermeister von Malatya, Abdülvahhap, und 32 Personen aus den Ulema und der Elite der Stadt ein Telegramm an den Sultan als Reaktion auf die Abtretung der Vilayat-ı Şarkiye an Armenien (Band 3, S. 143).
Quellen
Band 2: Weqfa Ban — Cilt 2 (2023)
Autoren: İbrahim İbrahimî, Hakan Can
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Band 3: Weqfa Ban — Cilt 3 (2023)
Autoren: Hakî Kaya, Uğur Bayraktar, Şeyhmus Bingül, Hüseyin Siyabend Aytemur, Sinan Hakan
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Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
Verwandte Einträge
Dieser Artikel wurde aus Fragen an unser Archiv zusammengestellt und von einem Fachakademiker geprüft und freigegeben. Alle Angaben sind mit Band und Seite belegt.