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Yemen
Jemen ist eine Region im Südwesten der Arabischen Halbinsel, die insbesondere im Hinblick auf kurdische historische Quellen durch die Ayyubidenzeit an Bedeutung gewonnen hat. Der Ayyubidenstaat, dessen Grundlagen von Selâhaddîn Yûsuf b. Necmeddîn Eyyûb b. Şâdî gelegt wurden, brachte kurz nach der Machtübernahme in Ägypten im Jahr 564/1169 einen bedeutenden Teil des Hedschas, Jemen, Syrien, Palästina, Nordafrika und el-Dschazira unter seine Herrschaft (Band 1, S. 151).
Ayyubidische Herrschaft
Der Eintritt des Jemen unter ayyubidische Herrschaft machte die Region zu einem Teil des politischen und administrativen Einflussbereichs dieser kurdischstämmigen Dynastie. Der Ayyubidenherrscher Tûranşâh regierte im Jemen; der jemenitische Historiker Hazrecî lieferte unter Berufung auf seine Quellen detaillierte Informationen über Tûranşâhs Abreise aus dem Jemen (Band 1, S. 194).
Historische Quellen
Jemen war eine Geographie, in der die Quellen der kurdischen Geschichte der islamischen Periode bereichert wurden. İbnü'l-Mücâvir widmete in seinem Werk den Zürey'îler in Aden und der ayyubidischen Herrschaft im Jemen breiten Raum und überlieferte auch Informationen über die zuvor im Jemen herrschenden Suleyhîler aus den Werken der jemenitischen Historiker Umâre el-Yemenî und Ceyyâş b. Necâh; sein Werk namens Târîhu'l-Müstebsır ist für die Sozialgeschichte der jemenitischen Ayyubiden von großem Wert (Band 1, S. 167). Hazrecîs Werk el-'Akdu'l-Fâhirü'l-Hasen fî Tabakâti Ekâbiri Ehli'l-Yemen behandelt die Biographien von über 1500 Herrschern, Emiren, Gelehrten und Rechtsgelehrten, die im Jemen gelebt haben, und beleuchtet das Leben und die Persönlichkeit der jemenitischen Ayyubidenherrscher im Kontext ihrer Eroberungen und Taten in der Region (Band 1, S. 194). Bâ Mahremes Werk Târîhu Sağri 'Aden über die Geschichte Adens enthält wichtige Informationen über die ayyubidische Herrschaft in Aden und bietet Informationen über Tuğtegins Taten im Jemen, die in anderen Quellen nicht zu finden sind (Band 1, S. 199). Der westliche Forscher G. R. Smith hat eine Studie zur Geschichte der Ayyubiden, des Jemen und der Rasuliden als eigenständigen Band veröffentlicht (Band 1, S. 188).
Kurdische Besiedlung
Jemen ist auch eine der Regionen, in die sich die Kurden ausgebreitet haben. Die Kurden haben sich neben weiten Regionen wie Ermenistan, Azerbaycan, Horasan, Huzistan, Fars, Kirman, Irak, Cezîre, Cibâl und Şam auch in andere Teile der islamischen Welt ausgebreitet, insbesondere nach Ägypten und Jemen; diese Situation wurde mit der Herrschaft der Ayyubiden über die islamische Welt noch deutlicher (Band 2, S. 114). Der Geograph el-Umerî lieferte wertvolle Informationen über die Migration der Kurden nach Şam, Jemen und Ägypten, nachdem die Mongolen die von Kurden bewohnten Gebiete überfallen hatten (Band 2, S. 39; Band 2, S. 115). Dımaşkî erwähnte bei der Beschreibung der Festungen im Jemen, dass die Festung Aruseyn in einem als "Ulvan el-Kürdî" bekannten Nahiye lag, und wies somit auf kurdische Spuren in der Geographie des Jemen hin (Band 2, S. 34). Während der internen Ayyubiden-Streitigkeiten trat der Jemen auch als politischer Zufluchtsort hervor; es wird berichtet, dass el-Melik el-Kamil, der nach dem Tod von el-Melik el-Adil im Jahr 625/1218 die Herrschaft in Ägypten übernahm, aufgrund des Einflusses des kurdischen Mîri İmaduddin el-Maştub nach Jemen fliehen musste (Band 2, S. 80).
Quellen
Band 1: Weqfa Ban — Cilt 1 (2023)
Autoren: Muhammet Yücel, Abdurrahman Acar, Nevzat Keleş, Hakan Can, Yusuf Baluken, Bedrettin Basuğuy
Seiten: , , , ,
Band 2: Weqfa Ban — Cilt 2 (2023)
Autoren: İbrahim İbrahimî, Hakan Can
Seiten: , , , ,
Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
Verwandte Einträge
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