StammExpertengeprüft
Buhtî
Andere Namen: Buhtîyye, Buxtî
Buhtî (Buhtîyye) ist eine Gemeinschaft, die in den geografischen und Reisequellen des islamischen Mittelalters als ein großer kurdischer Stamm mit zahlreichen Unterstämmen erwähnt wird. Ihr Heimatgebiet erstreckt sich in Obermesopotamien von der bergigen Region, die von den Quellen als Zevezân (Zozan) bezeichnet wird, bis in die Gebiete in Richtung Musul.
Die Buhtî in den Quellen
Die Buhtî werden in den Quellen der islamischen Periode zu den führenden Stämmen der kurdischen Geografie gezählt. In der Zevezân-Region, die von den Mervânîler beherrscht wurde, die zwischen 983 und 1085 in Nordmesopotamien herrschten, ist sie zusammen mit wichtigen kurdischen Gemeinschaften wie Humeydî, Lârî, Hezbânî, Mihrânî, Hakkârî, Beşnevî, Çûpî und Millî einer der Stämme, die unter dem Namen „Buxtî“ erwähnt werden (Band 1, S. 129). Autoren, darunter der Geograph el-Kazvinî, der im 7. Hidschra-/13. Jahrhundert n. Chr. lebte, erwähnen die Buhtîyye unter kurdischen Stämmen und Gemeinschaften wie Beşneviyye, Celâliye, Cevzekân, Cûbiyye, Dâsiniyye, Hekkâriye, Hezbanî, Humeydiyye, Lûr, Zerzârî und Zûman (Band 2, S. 27).
Ihre Festungen und ihr Zentrum
Das Zentrum des Heimatgebiets der Buhtî-Kurden ist die Festung Curzekîl in der Region Zevezân; die Quellen bezeichnen diesen Ort direkt als „Zentralstadt der Buhtî-Kurden“ (Band 2, S. 27). Der Stamm besitzt auch andere Festungen in der Region: Atîl, in der Region Zevezân/Zozan gelegen, wird als eine der Festungen der Buhtîyye-Kurden aufgeführt (Band 2, S. 36); Allûs in der Nahiye Erzen wird ebenfalls zu den Festungen gezählt, die sich im Besitz der Buhtîyye-Kurden befanden (Band 2, S. 37).
Ihre Macht und ihr politisches Gewicht
Die Macht und das politische Gewicht der Buhtî werden in den Quellen der Epoche besonders hervorgehoben. El-Umerî gibt an, dass die Stämme der Buhtîyye auf der gegenüberliegenden Seite von Çölemerik, in den Gebieten in Richtung Musul, lebten; er weist auf die frühere Stellung dieser Stämme hin und vermerkt, dass sie in Bezug auf Einfluss und Stärke den Hamidiye-Stämmen ebenbürtig waren. Er berichtet auch, dass Mitglieder der Buhtîyye, die zahlreiche Unterstämme umfassten, hohe Ämter bekleideten (Band 2, S. 112). El-Umerî stellt fest, dass dieser kurdische Stamm, der sich auf der Musul-Seite gegenüber von Çölemerikiyye befand, den Hamidiyye ähnelte, aber in Bezug auf Anzahl und Stammesgröße bevölkerungsreicher und größer war als diese; gleichwohl äußert er, dass zu seiner Zeit nur noch sehr wenige Buhtî übrig geblieben waren (Band 2, S. 41).
Quellen
Band 1: Weqfa Ban — Cilt 1 (2023)
Autoren: Muhammet Yücel, Abdurrahman Acar, Nevzat Keleş, Hakan Can, Yusuf Baluken, Bedrettin Basuğuy
Seiten:
Band 2: Weqfa Ban — Cilt 2 (2023)
Autoren: İbrahim İbrahimî, Hakan Can
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Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
Verwandte Einträge
Dieser Artikel wurde aus Fragen an unser Archiv zusammengestellt und von einem Fachakademiker geprüft und freigegeben. Alle Angaben sind mit Band und Seite belegt.