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İsfahan
Andere Namen: İsbahan
Isfahan (in Quellen auch als Isbahan erwähnt) ist eine historische Stadt, die in der Cibal-Region des Iran liegt und in den Quellen der kurdischen Geschichte der islamischen Periode sowohl als Wissenszentrum als auch als geografischer Grenzpunkt hervorsticht. Kazvini lokalisiert die Stadt im zentralen Teil des heutigen Iran, im südöstlichen Teil der Cibal-Region, und beschreibt sie als einen großen, glorreichen, fruchtbaren Ort (Band 2, S. 88). Die Handwerksprodukte der Stadt, insbesondere Kleidung aus Seide und Baumwolle, wurden in den Irak, nach Horasan und Huzistan sowie in andere Städte der Cibal-Region exportiert (Band 2, S. 89).
Zentrum für Wissenschaft und Geschichte
Die Stadt wird mit Gelehrten und Historikern in Verbindung gebracht, die Quellen für die kurdische Geschichte lieferten. Ibn Miskawayh, der Philosoph, Moralphilosoph und Historiker, bekannt unter dem Titel „el-muallimü's-sâlis“, war als Bürokrat und Gelehrter im Dienste der Buyiden-Wesire eine der wichtigen Persönlichkeiten seiner Zeit; er starb wahrscheinlich am 9. Safer 421 (16. Februar 1030) in Isfahan (Band 1, S. 123). Sein Werk Tecâribü'l-ümem ve te‘akibü'l-himem, das die Ereignisse von der Sintflut bis zum Todesjahr von Adudüddevle im Jahr 372/983 beschreibt, ist eine der wertvollsten Quellen für die Buyiden-Periode, deren letzten Teil er auf der Grundlage seiner persönlichen Beobachtungen verfasste (Band 1, S. 123). Imadüddin al-Isfahani, der die Nisba der Stadt trug, wurde zu einem der Hauptautoren, auf die sich spätere Historiker bezogen; Ibn al-Munshi nutzte in seinem Werk Historiker wie Ibn al-Athir, Bahaüddin b. Schaddad, Imadüddin al-Isfahani, Abu Schama und Ibn Wasil (Band 1, S. 196), ebenso stützte sich ‘Ayni bezüglich der Ayyubiden-Periode auf die Werke von Qadi al-Fadil, Imadüddin al-Isfahani, Ibn Schaddad, Ibn al-Athir und Abu Schama (Band 1, S. 201).
Grenzpunkt in kurdischen Siedlungen
Isfahan wird in den geografischen Quellen der kurdischen Geschichte oft als Referenzpunkt erwähnt, insbesondere für die Lokalisierung kurdischer Stämme und Siedlungen. Die Bâzencanîler, die laut Istakhri aus Fars migriert sind, aber viele Ländereien an der Grenze von Fars besitzen, liegen an der Grenze von Isfahan (Band 2, S. 17). Ebenso werden die Mazencanîler, die an der Grenze von Isfahan leben, als ein kurdischer Stamm verzeichnet, der von einem Zum dorthin umgesiedelt ist (Band 2, S. 19). Der erste der Ramms, den Siedlungseinheiten der Kurden, der Ramm von Hasan b. Cîleveyh (Ramîcan), kommt nach Isfahan; eine Grenze erstreckt sich nach Beyda, eine andere nach Isfahan (Band 2, S. 25).
Lor-Berg und kurdische Heimat
Die Stadt wird auch als Grenzzeichen der bergigen Geografie angesehen, die mit den Kurden identifiziert wird. Ibn Schaddad sagt, dass sich zwischen der Stadt Şuster/Şuşter in Huzistan und Isfahan der Cebel-i Lûr (Lor Dağı) befindet, dessen Länge etwa sechs Tagesreisen beträgt, dass dort ein Stamm der Kurden lebt und dass dies die Heimat der Kurden ist (Band 2, S. 31; Band 2, S. 35). Ibn Battuta lokalisiert diesen den Kurden gehörenden Berg ebenfalls zwischen Isfahan und Huzistan (Band 2, S. 37). In der Mamlukenzeit beschrieb Safiyyüddin el-Bağdâdî in seinem Werk Merâsidü'l-İttila die Region zwischen Isfahan und Huzistan, als er über die Lor, einen der berühmten kurdischen Stämme, sprach (Band 2, S. 55).
Quellen
Band 1: Weqfa Ban — Cilt 1 (2023)
Autoren: Muhammet Yücel, Abdurrahman Acar, Nevzat Keleş, Hakan Can, Yusuf Baluken, Bedrettin Basuğuy
Seiten: , ,
Band 2: Weqfa Ban — Cilt 2 (2023)
Autoren: İbrahim İbrahimî, Hakan Can
Seiten: , , , , , , , ,
Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
Verwandte Einträge
Dieser Artikel wurde aus Fragen an unser Archiv zusammengestellt und von einem Fachakademiker geprüft und freigegeben. Alle Angaben sind mit Band und Seite belegt.