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Himyerî
Andere Namen: el-Himyerî, İbn Abdülmün‘im
Himyerî (vollständiger Name Muhammed b. Abdülmün‘im es-Sinhâcî el-Himyerî, Kunya Ebû Abdullah, auch bekannt als İbn Abdülmün‘im; gest. H. 900 / M. 1495) ist einer der bedeutenden Namen der mittelalterlichen islamischen Geographieliteratur und ein Autor, der für seine alphabetische Geographie-Enzyklopädie namens er-Ravżü’l-Miʿṭâr fî Ḫaberi’l-Âḳṭâr bekannt ist.
Leben und Werk
Obwohl sein Geburtsdatum unbekannt ist, wird angenommen, dass er in Sebte (Ceuta) geboren wurde. Himyerî, der einer einflussreichen Familie angehörte, hatte von jungen Jahren an die Möglichkeit, eine gute Ausbildung zu erhalten und verstarb im Jahr H. 900 / M. 1495 (Band 2, S. 46). Das vom Autor verfasste und vom Forscher Levi Provençal herausgegebene Werk er-Ravżü’l-Miʿṭâr fî Ḫaberi’l-Âḳṭâr wurde nach Feststellung des Forschers İhsan Abbas im Jahr H. 866 fertiggestellt (Band 2, S. 46).
Himyerî erklärt in der Einleitung seines Buches den Grund für die Abfassung des Werkes und seine Arbeitsweise; er gibt an, dass er eine alphabetisch geordnete Geographie-Enzyklopädie erstellen wollte, damit Studenten die Orte, die sie erforschen möchten, leicht finden können. Bei der Erstellung seines Werkes nutzte er die Werke von Autoren wie İbn İsḥâḳ, İbn Hişâm, Belâzürî und Taberî (Band 2, S. 46).
Aufzeichnungen über die Kurden
Das Werk enthält viele Aufzeichnungen über die Geographie, in der die Kurden leben. Himyerî erwähnt, wenn er von Kaşan spricht, dass es zwischen den Grenzen von Şehrezor und Amed sowie zwischen den Grenzen von Aserbaidschan, Cezîre und Musul steile Berge gibt und dass dort Kurden leben. Wenn er von Kelar, einer der Städte Taberistans, spricht, vermerkt er auch, dass dort die Ekrad-ı Deylem leben und dass diese Gemeinschaft mutig und geschickt im Reiten ist (Band 2, S. 46).
Ortsnamen und Städte
Der Autor gibt auch Überlieferungen über die Herkunft von Ortsnamen wieder. Er gibt an, dass Fars im Persischen ursprünglich als Bars mit „b“ geschrieben wurde und aus zehn Zentren bestand, von denen die wichtigsten Sâbûr, İstahr, Ezdeşir und Arcan waren (Band 2, S. 65). Den Grund für die Namensgebung Kirman führt er auf Kirmân, den Sohn von Felluc, aus dem Geschlecht der Lamtî-Söhne, Nachkommen von Yâfes, dem Sohn Noahs, zurück (Band 2, S. 69). Er schreibt, dass der Name İsfahan nach İsbahan, dem Sohn Noahs, benannt wurde (Band 2, S. 88).
Himyerîs Beschreibungen von Städten sind ebenfalls im Korpus enthalten. Er stellt Nihavend als eine große Stadt vor, die auf einem Berg erbaut wurde; er berichtet, dass es dort neben zahlreichen Gebäuden zwei Moscheen gibt, eine alte und eine neue, eine Festung aus Erde und Bauernhöfe ringsum (Band 2, S. 90). Er spricht von der Stadt Erzen als einer großen Stadt; er sagt, dass es dort neben Ebenen auch Berge gibt und viele Basare zusammen mit großen Gebäuden (Band 2, S. 97). Einige Geographen, wie Himyerî, betrachten Mardin, eine der berühmten Städte von Cezîre, als Teil von Diyar-ı Rabîa (Band 2, S. 104). Gleichwohl wird in den Quellen auch darauf hingewiesen, dass Himyerî die Lage der Stadt Zencan verwechselt hat (Band 2, S. 87).
Flüsse
Die Aufzeichnungen des Autors über Flüsse zeigen den geografischen Wert des Werkes. Himyerî gibt zusammen mit Kazvinî, Ebü’l-Fidâ und İbn el-Verdî an, dass die Quelle des Tigris in Diyar-ı Bekr in der Nähe von Âmid liegt und dass sich diese Quellen an einem Ort befinden, der als Zülkarneyn Hisarı bekannt ist (Band 2, S. 84). Informationen über die Nebenflüsse des Tigris und die Zaps sind ebenfalls im Werk enthalten (Band 2, S. 85).
Quellen
Band 2: Weqfa Ban — Cilt 2 (2023)
Autoren: İbrahim İbrahimî, Hakan Can
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Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
Verwandte Einträge
Dieser Artikel wurde aus Fragen an unser Archiv zusammengestellt und von einem Fachakademiker geprüft und freigegeben. Alle Angaben sind mit Band und Seite belegt.