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Ergani
Andere Namen: Ergani Madeni
Ergani war während der osmanischen Zeit eine administrative Einheit, die dem Eyâlet Diyarbekir unterstand, und wurde in den Tahrir-, İcmal- und Tevcih-Registern als Sandschak, Liwa, Kaza und manchmal als Nahiye verzeichnet. Es gilt als eines der wichtigsten kurdischen Siedlungs- und Verwaltungszentren der Region und ist bekannt für sein Kupferbergwerk (Ergani Madeni).
In den Tahrir-Aufzeichnungen
Ergani erscheint seit dem 16. Jahrhundert regelmäßig in den Tahrir-Aufzeichnungen des Eyâlets Diyarbekir. Im Vilayet-i Diyar-i Bekr ve ‘Arap ve Zü’l-Kadiriyye Defteri vom 937/1530 finden sich Tahrir-Aufzeichnungen, die zum Sandschak Ergani gehören, zusammen mit Sandschaks wie Amid, Mardin, Musul, Arabgir, Çermik, Siverek, Kiğı, Çemişgezek, Harput und Ruha (Band 3, S. 20). Ebenso wurden im İcmal-Register Nr. 251 für den Zeitraum 972/1564 die Erträge und Steuerposten der Dörfer der Liwas Amid, Mardin, Birecik, Ruha, Çermik, Ergani, Harput, Arabgir, Kiğı und Çemişgezek, die zu Diyarbekir gehörten, detailliert erfasst (Band 3, S. 21).
Der Name Ergani erscheint nicht nur als eigenständiges Liwa, sondern auch als Nahiye in den Tahrir-Aufzeichnungen benachbarter Sandschaks. Im Çapakçur Mufassal Tahrir Defteri sind Nahiyes wie Çüngüş, Ergani, Ulubad, Kuzabad und Gölcük verzeichnet (Band 3, S. 22). In den Tahrir-Registern des Eyâlets Diyarbekir fällt auf, dass sich die administrativen Einheiten häufig änderten und die einem Eyâlet unterstellten Sandschaks im Laufe der Zeit unter verschiedenen Status verzeichnet wurden; diese Register sind grundlegende Quellen für die Bestimmung der von Kurden bewohnten Dörfer und Weiler, der von ihnen produzierten Güter, der Stammesnamen und der von ihnen gezahlten Steuern (Band 3, S. 19-20).
Administrativer Status
Hinsichtlich seines administrativen Status wurde Ergani zu den klassischen osmanischen Sandschaks gezählt. Es wird angegeben, dass Ergani zusammen mit Hasankeyf, Çemişgezek, Harput, Siverek, Nusaybin und Sincar im Gegensatz zu Einheiten mit Yurtluk-Ocaklık-Status den Status eines klassischen osmanischen Sandschaks hatte (Band 3, S. 51). Im Register Nr. 1452 des Ruus Defteri Kalemi wird es unter dem Titel „Elviye-i Tabi-i vilayet-i Diyarbekir“ (Sandschaks, die dem Vilayet Diyarbekir unterstehen) unter Sandschaks wie Amid, Cerberd, Ergani, Ruha, Kabur, Tercil, Çermik, Rakka und Sincar erwähnt (Band 3, S. 48). Auch in den Aufzeichnungen der Klassifikation von Kamil Kepeci wird das Vilayet Diyarbekir zusammen mit Amid, Ruha, Ergani, Görgil, Siverek, Musul, Harput und anderen administrativen Einheiten aufgeführt (Band 3, S. 50).
Das Kupferbergwerk
Ergani war auch ein wichtiges Zentrum wegen seines Kupferbergwerks. Im Münzprägeamt der Cevdet-Klassifikation finden sich Dokumente aus dem 18. Jahrhundert über die Bergwerke in der Geographie Kurdistans und die Erhebung ihrer Steuern; in diesem Zusammenhang ist ersichtlich, dass dem Gouverneur von Diyarbekir ein Befehl geschickt wurde, Getreide, das für die Arbeiter des Ergani-Bergwerks aus den Dörfern von Harput entnommen wurde, mit den Tieren der Dörfer gegen eine bestimmte Gebühr zu transportieren (Band 3, S. 42).
Administrative Lage in der Spätzeit
In spätzeitlichen Quellen wird die administrative Lage Erganis deutlicher dokumentiert. Im Werk von Diyarbekirli Said Pascha, das unter dem Namen „Not Defteri“ (Notizbuch) veröffentlicht wurde, werden Diyarbekir/Amid, Atak, Erbil zusammen mit Ergani und Ergani Madeni erwähnt (Band 4, S. 80). In geografischen Werken des 19. Jahrhunderts wird Ergani zusammen mit Mardin unter den Mutasarrıflıks von Diyarbekir aufgeführt (Band 4, S. 117); es wurde festgehalten, dass die Kazas Palu, Çermik und Siverek dem Sandschak Ergani unterstanden (Band 4, S. 119). In den Statistiken desselben Zeitraums wird angegeben, dass der Sandschak Ergani Madeni aus 229 Dörfern und 2 Nahiyes bestand und die Kazas Palu und Çermik diesem Sandschak angegliedert waren (Band 4, S. 127).
Quellen
Band 3: Weqfa Ban — Cilt 3 (2023)
Autoren: Hakî Kaya, Uğur Bayraktar, Şeyhmus Bingül, Hüseyin Siyabend Aytemur, Sinan Hakan
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Band 4: Weqfa Ban — Cilt 4 (2022)
Autoren: Yasemin Aygün, Şeyhmus Bingül, Maşallah Bingöl
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Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
Verwandte Einträge
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