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Zaho
Zaho war während der osmanischen Zeit ein Kaza (Bezirk) des Vilayets Musul. In der osmanischen Verwaltungsgliederung wurde es als ein Kaza im Umfeld des Sandschaks Musul zusammen mit Einheiten wie Akre, Zibar, Duhok, Sincar und İmadiye verzeichnet (Cilt 4, S. 119).
Verwaltungsstruktur und Archivaufzeichnungen
In den osmanischen Archivklassifikationen ist Zaho seit frühen Perioden als Verwaltungseinheit aufgeführt. In der Kamil Kepeci Tasnifi wird Zaho zusammen mit Orten wie Hasankeyf, Hizan, Çapakçur und Resulayn unter den Verwaltungseinheiten erwähnt, wenn die dem Vilayet Diyarbekir unterstellten Sandschaks und Einheiten aufgelistet werden (Cilt 3, S. 50). In der auf Salname-Daten basierenden Verwaltungsgliederung erscheint Zaho als ein Kaza innerhalb des Sandschaks Musul mit 109 Dörfern und einem Nahiye (Cilt 4, S. 127).
Natürliche Ressourcen und Handel
Der Kaza Zaho war auch Gegenstand von Salnames hinsichtlich seiner natürlichen Ressourcen. Es wurde festgestellt, dass sich im bergigen Teil des Kaza verschiedene Minen, insbesondere Kohleminen, befanden; jedoch konnte der Großteil dieser Minen nicht genutzt werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich etwa zwei Stunden von der Stadt Zaho entfernt eine kleine, vom Staat verwaltete Erdölmine befand (Cilt 4, S. 281). Aus kommerzieller Sicht lag Zaho an einer der wichtigen Routen des Vilayets Musul; die Zaho-Straße bildete die Handelslinie, die sich nach Siirt und Bitlis erstreckte (Cilt 4, S. 296).
Nach dem Ersten Weltkrieg
Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich Zaho zu einem strategischen Punkt. Es spiegelte sich in den verschlüsselten Telegrammen der damaligen Zeit wider, dass der stellvertretende Gouverneur von Musul, Nuri Bey, Ende 1918 Musul verließ und nach Zaho aufbrach, um nach Cizre zu gelangen (Cilt 3, S. 132). In dieser Zeit wurden Erklärungen des Gouverneurs von Van, Haydar Bey, an das Dâhiliye Nezareti (Innenministerium) übermittelt, wonach die Kürt Stämme von Zaho, Duhok und İmadiye in Musul seit jeher eine außergewöhnliche Loyalität gegenüber dem Zentrum gezeigt hätten, bei Bedarf gegen die Engländer zum Aufstand gebracht werden könnten und die englischen Polizisten und Soldaten in Zaho und İmadiye eliminiert werden könnten (Cilt 3, S. 122).
In derselben turbulenten Periode wurde in verschlüsselten Telegrammen aus dem Jahr 1919 berichtet, dass nach der Ermordung eines britischen politischen Beamten die Stämme von İmadiye und Zaho ein Bündnis eingingen und die Engländer jenseits von Zaho angriffen, hundert Menschen töteten und zwei Kanonen sowie eine beträchtliche Menge an Geld und Munition erbeuteten (Cilt 3, S. 133).
Quellen
Band 3: Weqfa Ban — Cilt 3 (2023)
Autoren: Hakî Kaya, Uğur Bayraktar, Şeyhmus Bingül, Hüseyin Siyabend Aytemur, Sinan Hakan
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Band 4: Weqfa Ban — Cilt 4 (2022)
Autoren: Yasemin Aygün, Şeyhmus Bingül, Maşallah Bingöl
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Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
Verwandte Einträge
Dieser Artikel wurde aus Fragen an unser Archiv zusammengestellt und von einem Fachakademiker geprüft und freigegeben. Alle Angaben sind mit Band und Seite belegt.