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İmâdüddîn el-İsfahânî
İmâdüddîn el-İsfahânî ist einer der führenden Bürokraten, Staatssekretäre und Historiker der Zeit von Nûreddîn Zengî und Selâhaddîn Eyyûbî (Band 1, S. 158). Er war auch als berühmter Dichter, Literat und Münshī bekannt.
Sekretariat und literarische Persönlichkeit
İmâdüddîn, der nach Kâdî el-Fâzıl als der größte Münshī und Sekretär seiner Zeit galt, war einer der vertrauenswürdigsten Männer von Sultan Selâhaddîn und diente ihm als Geheimsekretär (Band 1, S. 158). Er verfasste zahlreiche arabische und persische Münşeât (offizielle Dokumente), nahm einen Teil davon in seine Werke auf und sammelte seine literarischen Münşeât in einem Diwan. Er führte seine wissenschaftlichen Tätigkeiten sein Leben lang parallel zu administrativen Aufgaben aus und schuf Werke in den Bereichen Literatur und Geschichte (Band 1, S. 158). Da er auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche Person wirkte, wird überliefert, dass Kâdî el-Fâzıl über ihn sagte: "Imâd ist wie ein Feuerzeug; äußerlich wirkt er kalt, doch in seinem Inneren brennt Feuer." Seine Vorliebe für literarische Künste spiegelte sich auch in seinen Werken wider, und er verwendete eine schwer verständliche Sprache (Band 1, S. 158).
el-Berku'ş-Şâmî
Sein wichtigstes Werk, el-Berku'ş-Şâmî (Der Blitz von Şam), ist eine äußerst solide historische Quelle, die auf Beobachtungen und Dokumenten basiert. Der Autor gab seinem Werk diesen Namen, weil er seine Tage an der Seite von Nûreddîn und Selâhaddîn mit einem aufleuchtenden und wieder erlöschenden Blitz verglich (Band 1, S. 159). Von dem in kunstvollem Stil verfassten und aus sieben Bänden bestehenden Werk sind uns nur der III. Band, der die Ereignisse zwischen den Jahren 573–575/1177–1180 beschreibt, und der V. Band, der die Ereignisse der Jahre 578–579/1182–1184 enthält, erhalten geblieben. Bündârî erstellte eine Zusammenfassung (ihtisar) des II. Bandes des Werkes unter dem Titel Sene'l-Berkı'ş-Şâmî, und dieser Auszug bis zum Ende des Jahres 583/1187 ist uns erhalten geblieben (Band 1, S. 159). İmâdüddîn fügte dem el-Berku'ş-Şâmî auch ein Fortsetzungswerk hinzu, das seine Erinnerungen vom Tod Selâhaddîns bis zu seinem eigenen Tod sowie Ereignisse der Geschichte der Ayyubiden enthält (Band 1, S. 159).
Sein Einfluss auf spätere Historiker
İmâdüddîn el-İsfahânî beeinflusste viele seiner Zeitgenossen und spätere Historiker. Historiker der Ayyubidenzeit wie İbnü'l-Esîr, Ebû Şâme und İbn Vâsıl zitierten aus seinen Werken (Band 1, S. 159). Der Historiker der Ayyubiden von Hasankeyf, İbnü'l-Münşî, nutzte in seinem Werk ebenfalls die Werke von İmâdüddîn el-İsfahânî, zusammen mit denen von İbnü'l-Esîr, Bahâeddîn b. Şeddâd, Ebû Şâme und İbn Vâsıl (Band 1, S. 196). Der Historiker der Mamlukenzeit, Aynî, griff in seinem Abschnitt über die Ayyubiden neben Kâdî el-Fâzıl, İbn Şeddâd, İbnü'l-Esîr und Ebû Şâme auch auf die Werke İmâdüddîns zurück (Band 1, S. 201).
Sein Platz in der Geschichte der Ayyubiden
Die grundlegenden Quellen, die zur Bestimmung der politischen und sozialen Dynamik der Ayyubiden-Geschichte herangezogen werden müssen, sind arabische Chroniken und biografische Werke, von denen ein großer Teil in der Zeit der Ayyubiden und Mamluken verfasst wurde. In diesem Rahmen gehören die Werke von İmâdüddîn el-İsfahânî, zusammen mit den Werken von İbnü'l-Esîr, Bahâeddîn b. Şeddâd, Kâdî el-Fâzıl und İbn Ebî Tayyi, die Zeitgenossen Selâhaddîns waren, zu den wichtigsten Primärquellen für die Zeit Selâhaddîns (Band 1, S. 202).
Quellen
Band 1: Weqfa Ban — Cilt 1 (2023)
Autoren: Muhammet Yücel, Abdurrahman Acar, Nevzat Keleş, Hakan Can, Yusuf Baluken, Bedrettin Basuğuy
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Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
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