DynastieExpertengeprüft
Roma
Andere Namen: Roma İmparatorluğu
Rom (Römisches Reich) ist eine der wichtigsten politischen Mächte, in der die vorislamische kurdische Geschichte stattfand. Aufgrund ihrer Feldzüge im Osten und ihrer Beziehungen zu den iranischen Reichen bilden lateinische und griechische Quellen eine wichtige Quellengruppe, die Licht auf die Antike der kurdischen Geographie wirft.
Quellen und Geographie
Obwohl griechische und lateinische Quellen sich inhaltlich manchmal wiederholen, da sie sich hauptsächlich mit politischen Ereignissen befassen, sollte man sich auf diese Quellen nicht nur hinsichtlich historischer Informationen, sondern auch hinsichtlich der historischen Geographie beziehen (Band 1, S. 21). Die Beziehungen zwischen Rom und den Persern/Sasaniden, zusammen mit Kirchengeschichten und Aufzeichnungen über christliche Märtyrer, betreffen direkt die kurdische Geschichtsschreibung der Antike. So können lokale Gemeinschaften wie das von Ammianus Marcellinus erwähnte Volk der Zap, das den sassanidisch-römischen Konflikt im vierten Jahrhundert behandelt, anhand dieser Quellen identifiziert werden (Band 1, S. 19). In diesem Rahmen betreffen historische Geographien wie Mardia, Media, Kardukhia (Corduene), Adiyabene und Armenia die Kurden sowohl historisch als auch soziokulturell (Band 1, S. 20).
Der Aufstieg Roms zur Weltmacht wird in Polybios' Werk Historíai, das die Zeit von 264-146 v. Chr. beschreibt, detailliert dargestellt, zusammen mit Ereignissen wie dem Fall Karthagos und der Unterwerfung Griechenlands durch Rom (Band 1, S. 28). Titus Livius' umfassendes Werk Ab Urbe Condita (Geschichte Roms), das von 753 v. Chr. bis zu seiner eigenen Zeit reicht, enthält wichtige Informationen über die Perser, Armenia und Mezopotamya sowie die lokalen Völker dieser Regionen (Band 1, S. 45).
Expansion nach Osten
Die Expansion Roms nach Osten umfasste direkt die Geographie, in der heute Kurden dicht besiedelt sind. Dio Cassius berichtet, dass das Gebiet westlich des Dicle, das sich vom Fırat bis zu den Grenzen von Corduene erstreckte, von Rom besetzt wurde (Band 1, S. 35). Laut Cornelius Tacitus' Annales eroberte General Corbulo, während das Römische Reich im Jahr 59 n. Chr. gegen die Parther kämpfte, Artaxata in Armenia, plante die Besetzung von Tigranokert und wandte Gewalt gegen lokale Elemente an, die ihm in den Weg kamen; die Bevölkerung floh in die Hochgebirge und Höhlen, und die Mardiler, von denen Tacitus sagte, sie hätten "Banditentum" betrieben, erlitten ein ähnliches Schicksal (Band 1, S. 48). Eutropius wiederum vermerkt, dass Traianus im Jahr 114 Armenia zusammen mit Corduene, Mardia und Media sowie viele Regionen in Mezopotamya unter römische Herrschaft brachte; und dass in der Zeit des Septimius Severus die Adiyabeneliler und Araber besiegt wurden (Band 1, S. 50).
Römisch-Sassanidischer Kampf
Der römisch-persische/sassanidische Kampf hat die Region tiefgreifend und nachhaltig beeinflusst. Mit dem im Jahr 298/99 n. Chr. zwischen den Persern und Römern geschlossenen Vertrag wurden Orte wie Zabdikene an Rom angeschlossen, die Festung Zintha als Grenze zwischen Media und Armenia anerkannt, und auf diese Weise konnten Informationen über die politische Position von Corduene gewonnen werden (Band 1, S. 40). Im Gegenzug musste Rom mit dem Friedensvertrag, den Jovian, der nach dem Tod Kaiser Julians den Thron bestieg, mit II. Şapur schloss, die Regionen Zabdicena, Carduena, Rhemena und Zelena sowie 15 Burgen dort den Persern überlassen und außerdem zustimmen, dass ein großer Teil Armeniens in die Hände der Perser fiel (Band 1, S. 37).
Procopius hat die sassanidisch-römischen Kriege, insbesondere während der Herrschaft der Sassanidenkönige I. Kawad und seines Sohnes I. Hüsrev, mit lebhaften Beschreibungen wiedergegeben und detaillierte Informationen über die Lage der Bevölkerung gegeben, die während dieser Kriege in den Grenzgebieten verblieb und dem Zorn beider Reiche ausgesetzt war (Band 1, S. 39). Die Berichte von Theophylact Simocatta ergänzen dieses Bild: Die Bevölkerung der Geographien Arzanene, Corduene und Armenia, wo die persisch-römischen Kriege stattfanden, befand sich in einer Zwangslage zwischen den beiden Reichen (Band 1, S. 41). Strabon wiederum erwähnt als Beispiel für Bevölkerungsbewegungen in dieser Geographie, dass die Eretrialılar von den Persern deportiert und in Gordyene angesiedelt wurden (Band 1, S. 31).
Quellen
Band 1: Weqfa Ban — Cilt 1 (2023)
Autoren: Muhammet Yücel, Abdurrahman Acar, Nevzat Keleş, Hakan Can, Yusuf Baluken, Bedrettin Basuğuy
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Die Quellen stammen aus der Reihe „Kürt Tarihinin Kaynakları“ (Quellen der kurdischen Geschichte). Reihenherausgeber: Nurettin Beltekin, Serdar Şengül, Ercan Çağlayan.
Verwandte Einträge
Dieser Artikel wurde aus Fragen an unser Archiv zusammengestellt und von einem Fachakademiker geprüft und freigegeben. Alle Angaben sind mit Band und Seite belegt.